Ramsauer Kulturbogen

Alltags Trachtenkultur

Dirndlgwand und Lederhose

In Ramsau ist das Tragen von Dirndl und Lederhose ein fester kultureller Bestandteil. In ihrer Vielfalt und Individualität repräsentiert die Tracht die typisch bayerische Kultur.

Ein Dirndl kleidet jede Frau und es gibt wohl kaum ein Kleidungstück, das vielfältiger ist. Vom luftig leichten Sommerdirndl, bis hin zum eleganten Dirndl für festliche Anlässe, Trachtenmode verbindet Tradition mit Moderne und ist stets dem Wandel der Zeit und der Mode unterworfen. Bei der Wahl der Farben, Stoffe, Schnitte und Accessoires sind kaum Grenzen gesetzt. Ob einfarbig oder gemustert, bestickt oder handbedruckt, Baumwolle oder Seide, ob Knopfleiste oder Schnürung - die Details und Stoffe der Dirndl sind ganz individuell wählbar. Die Ursprünge der bayerischen Trachtenmode gehen bis in das 18. Jahrhundert zurück. Früher verstand man unter dem Begriff „Dirn“ eine junge Frau, die als Magd in der Haus- und Landwirtschaft tätig war. Diese jungen Frauen trugen eine Bluse mit einem Oberteil darüber und einen weiten Rock mit bunter Schürze - das „Dirndlgwand“. Die Kleider waren schlicht und einfach und durch die strapazierfähigen Stoffe hatten die Mägde eine gewisse Bewegungsfreiheit ohne zu viel Haut zu zeigen. Das Dirndl entwickelte sich jedoch im Laufe der Jahre von der reinen Tracht der Bediensteten über ein Alltagskleidungsstück bis hin zur erwünschten Kleidung bei feierlichen und festlichen Anlässen. Arme und Hals wurden von den Stoffen befreit, Schnitte wurden Körper betonend und immer mehr aufwendige Verzierungen wurden hinzugefügt. Die Optik des Dirndls, so wie wir es kennen, mit engem Mieder und weitem Rock ist aber bis heute unverändert.

Was bei den Frauen das Dirndl, ist bei den Männern die Lederhose. Hergestellt aus bestem sämisch Hirschleder ist die Lederhose seit Jahrhunderten vor allem wegen ihrer Robustheit und Strapazierfähigkeit weit verbreitet und beliebt. Dabei wurde die Lederhose in früheren Zeiten meist als lange Hose getragen, die kürzeren Modelle wurden erst in den 30-er Jahren salonfähig. Die Hirschlederne wird nicht nur gerne zu Volksfesten, sondern auch zu besonderen Anlässen oder im Alltag getragen. Die aufwendigen Stickmuster sind regional unterschiedlich und ließen früher Rückschluss auf die Herkunft des Trägers. Kombiniert wird die Lederhose mit einem Trachtenhemd - der sogenannten Pfoad - Haferlschuhen und Knie- oder Wadenstrümpfen.

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