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Der Nationalpark Berchtesgaden - mehr als Gams und Murmeltier …

Mühlsturzhörner

Hoch, wild und schön – „König“ Watzmann (2.713 m) thront über dem Berchtesgadener Land und blickt stolz hinab auf sein Reich: den Nationalpark Berchtesgaden. Hohe Berge, tiefe Täler und kristallklare Gebirgsflüsse kennzeichnen das Schutzgebiet direkt an der Grenze zu Österreich. 

Schon im 19. Jahrhundert pries der bekannte Schriftsteller Ludwig Ganghofer die außerge-wöhnliche Schönheit dieser Bergwelt mit den Worten:
„Wen Gott lieb hat, den lässt er fallen in dieses Land …“

Heute ist der Schutz der Natur oberstes Ziel und für Besucher aller Altersgruppen gibt es viel zu entdecken!

 

Natur Natur sein lassen!

Der Nationalpark ist ein Schutzgebiet, wie es im Bilderbuch steht: Reich an unberührter Natur und erholsam für seine Besucher. Die einzigartige Hochgebirgslandschaft zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Vielfalt an Lebensräumen aus. Zwischen dem fjordartigen Königssee (603 m) und dem Watzmanngipfel (2.713 m) sind auf knapp 210 km² beinahe alle Vegetationszonen auf engstem Raum vertreten.

Die Hauptlebensräume des Nationalparks

Wimbachtal

Vom Grund des Königssees durch dichte Wälder über blühende Almen hinauf zu den schrof-fen Gipfeln: Die vier Hauptlebensräume des Nationalparks Berchtesgaden könnten unter-schiedlicher gar nicht sein. Verteilt in den drei Haupttälern Königssee-, Wimbach- und Klausbachtal, finden sich hier so manche Kuriositäten.

So stellt das Wimbachtal beispielsweise eine Besonderheit des Nationalparks dar. Ein gigantischer Schuttstrom aus verwittertem Gestein prägt diese Landschaft und viele tausend Tonnen Material werden jährlich vom Niederschlagswasser in Richtung Tal transportiert. Da das sogenannte „Gries“ in ständiger Fließbewegung ist, können nur wenige Pflanzen Fuß fassen. Darunter sind einige sehr seltene Arten.
In der Pflegezone des Nationalparks liegen insgesamt 25 Almen, die heute noch bewirtschaf-tet werden. Almen sind vom Menschen geschaffene Lebensräume, auf denen die Artenviel-falt (Biodiversität) besonders hoch ist. Eine geregelte Beweidung verhindert, dass die Flächen zuwachsen – ein wichtiger Beitrag also für die Vielfalt der Landschaft und Arten. Weit über den Almen dominieren alpine Matten und Latschenfelder, die trotz extremster klimatischer Bedingungen einigen Arten Lebensraum bieten. Dort ist eine gute Anpassungsfähigkeit von Gams und 

Steinadler, aber auch einer Vielzahl von Flechten und Polsterpflanzen gefragt.

 

Geschichte des Schutzgebiets

Königssee

Die Schutzwürdigkeit dieses natürlichen Reichtums wurde bereits im Jahr 1910 erkannt, als der gut 83 km² große „Pflanzenschonbezirk Berchtesgadener Alpen“ ausgewiesen wurde – eines der ersten alpinen Schutzgebiete überhaupt. 1921 wurde das Gebiet auf 200 km² erweitert und mit dem Namen „Naturschutzgebiet Königssee“ unter Schutz gestellt.

Im August 1978 wurde dann der Nationalpark Berchtesgaden gegründet, dessen oberstes Ziel der Schutz der Natur ist.

 

Besucherangebote
Wanderer und Naturgenießer finden ein gut 260 km langes Netz an markierten und beschilderten Wegen und alpinen Steigen. Von einfachen Spaziergängen im Talbereich bis hin zu mehrtägigen Hochgebirgstouren ist für jeden etwas dabei. Zahlreiche Unterkunftshütten und Berggasthäuser sorgen für das leibliche Wohl. Während der Weidezeit bieten auch viele Almen selbstproduzierte Lebensmittel zum Verzehr an.

 

Nationalparkzentrum Haus der Berge – das Tor zum Alpen-Nationalpark

Haus der Berge - Nationalpark BerchtesgadenDas Nationalparkzentrum „Haus der Berge“ wurde im Mai 2013 eröffnet und versteht sich als Tor zum Nationalpark Berchtesgaden. Zur Vor- und Nachbereitung eines Besuchs im Schutzgebiet finden Sie hier wichtige Informationen und Tipps. Das „Haus der Berge“ ist ein hervorragender Einstieg oder Abschluss für alle Unternehmungen in diesem einzig­artigen Naturjuwel – übrigens dem einzigen alpinen Nationalpark Deutschlands. 

In einem rund 1.000 m² großen Raum befindet sich die Ausstellung „Vertikale Wildnis“. Hier lernen Sie auf einer „Wanderung“ die gesamte Bandbreite des Lebens im Nationalpark Berchtesgaden kennen!
Die Reise beginnt am Grund des Königssees und führt über die Lebensräume Wasser, Wald, Almwiesen und Fels bis hinauf zu den Gipfeln der Berchtesgadener Alpen. Im Lebensraum Fels angekommen, erleben Sie den Höhepunkt der Ausstellung: Einen zwölf-minütigen Na-turfilm, der im Innern der Bergvitrine auf eine 11 x 15 Meter große Leinwand projiziert wird. Kein Besuch ist wie der andere – unterschiedliche Raumeindrücke und je nach 
Jahreszeit wechselnde Licht- und Toninszenierungen machen jede Wanderung durch die Ausstellung einzigartig.

 

Geführte Wanderungen und Veranstaltungen des Nationalparks

geführte Wanderung

Erkunden Sie den Nationalpark Berchtesgaden auf eigene Faust – oder schließen Sie sich einer unserer geführten Wanderungen an. Das ganze Jahr hindurch bietet der Nationalpark Berchtesgaden seinen Gästen ein vielseitiges Wanderprogramm mit festen Terminen – übri-gens kostenlos und ohne Voranmeldung.
Kostprobe gefällig? Begleiten Sie unsere Ranger am Königssee oder beobachten Sie unter fachkundiger Anleitung Fledermäuse, Murmeltiere und Steinadler! Junge Besucher freuen sich besonders über das vielseitige Kinder- und Familienprogramm. Für Experten gibt’s bota-nische und geologische Wanderungen, außerdem Exkursionen zu den vier Hauptlebensräu-men des Nationalparks: Wasser, Wald, Almen und Fels.

Das aktuelle Wanderprogramm liegt in allen Nationalpark-Infostellen und den Tourist-Informationen für Sie aus. Alle Infos zum Wander- und Bildungsprogramm finden Sie unter:

www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de

Pletzergraben Ramsau

Botanischer Überblick entlang des Weges, Fritz Eder, Reschenlehen, Juni 2016

Baumarten:

Buche, Bergahorn, Tanne, Fichte, Esche, Ulme, Spitzahorn, Eibe, Haselnuss, Mehlbeere

Krautschicht:

Sauerklee
Wald-Sanikel
Schlüsselblume
Waldveilchen
Hainveilchen
Schwarzer Holunder
Nestwurz
Hainsalat
Sumpfpippau
Wald-Hainsimse
Berg-Goldnessel
Mauerlattich
Wald-Bingelkraut
Waldsegge
Weiße Segge
Fingerkraut
Vogelfuß
Dorniger Schildfarn
Wurmfarn
Neunblättriger Zahnwurz
Christophskraut
Nesselblättriger Ehrenpreis
Quirlblättriger Salomonssiegel
Frauenfarn
Knotenfuß
Behaarter Kälberknopf
Hasenlattich
Ährige Teufelskralle
Grüner Streifenfarn
Giersch
Goldrute
Breitblättriger Dornfarn
Einbeere
Wald-Geißbart
Alpen-Heckenrose
Schwarze Heckenkirsche
Rippenfarn
Tannen-Bärlapp
Alpen-Heckenkirsche
Zweiblättrige Schattenblume
Efeu
Leberblümchen

Erdbeere
Buchenfarn
Mandelblättrige Wolfsmilch
Wald-Engelwurz
Bergflockenblume
Großes Zweiblatt
Dreischnittiger Baldrian
Waldwitwenblume
Ruprechtsfarn
Steinbeere
Buntes Reitgras
Türkenbund
Gemeine Heckenkirsche
Zwergbuchs
Mauerraute
Ruprechtskraut
Wiesen-Bärenklau
Waldrebe
Gemeiner Schneeball
Alpenmaßlieb
Klebriger Salbei
Geflecktes Lungenkraut
Große Sterndolde
Benekens Trespe
Echter Nelkenwurz
Löwenzahn
Hain-Hahnenfuß
Huflattich
Kelch-Simsenlilie
Schwalbenwurz-Enzian
Waldzwenke
Zerbrechlicher Blasenfarn
Brombeer spec.
Moos-Nabelmiere
Gelber Eisenhut
Nesselblättrige Glockenblume
Seidelbast
Heidelbeere
Haselwurz
Vielblättriges Salomonssiegel
Nickendes Perlgras
Breitblättriger Stendelwurz

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